Walden: Daniel Mohr



 

Eröffnung am Samstag, 27. Januar 2007 um 20 Uhr
Ausstellung vom 31. Januar bis 24. Februar
Mittwoch bis Samstag 14 Uhr bis 18 Uhr

For images, please click here.
For artist CV, please click here.
For press, please click here.


Unter dem Titel „Walden“ zeigt die Galerie loop - raum für aktuelle kunst Arbeiten des Künstlers Daniel Mohr.

Ein zentrales Thema bei Mohrs Arbeiten ist das Verhältnis von Mensch und Natur. Dabei zeigen sich die Arbeiten differenzierter und mehrschichtiger als es der Ausstellungstitel „Walden“ mit Bezug auf Thoreaus idealistische Vorstellung von der Mensch- und Natur-Symbiose vermuten lässt. Die Bilder wirken auf den ersten Blick wie harmonische Naturaufnahmen. Tatsächlich zeigen sie Kulturlandschaften, belebte, bevölkerte Flächen. Es sind Orte, an denen sich Mensch und Natur begegnen und die als ideale Begegnungspunkte gelten mögen -  so widersprüchlich es scheinen mag - „bevölkerte Eremitagen“. Menschen in Parklandschaften, beim Ballspiel, Strandszenen – alle in zarter, ausdrucksvoller Farbigkeit, lichtintensiv.

Doch offenbaren die Arbeiten mehr. Die filigrane Skizzenhaftigkeit, angedeutete Konturen und schemenhafte Umrisse, die zu verschwinden scheinen, erschließen dem Betrachter eine Vielfalt von Perzeptionsmöglichkeiten. Die Rezeption der Arbeiten des Baselitz-Schülers Mohr erfährt durch diesen speziellen, durchaus impressionistischen Charakter eine eigene, spannungsreiche Dynamik und Prozesshaftigkeit. Die Momentaufnahmen – als Motivvorlagen dienen ihm eigene Fotos oder gefundenes Bildmaterial, das frei interpretiert wird – erhalten im Auge des Betrachters somit eine Art Unendlichkeit, Allgemeingültigkeit. Daniel Mohrs Bilder bewegen sich auf dem Grad zwischen Abstraktion (freie Visualisierung) und Figuration (Verortung) und symbolisieren so im doppelten Sinne die Verwandtschaft künstlerischer und natürlicher Ereignisse. Unterstrichen wird dieses Phänomen noch von der Integration figurativer Elemente, die dem Betrachter die Identifizierung mit der Lebenswelt ermöglichen und doch Spielraum für die individuelle Wahrnehmung, Erfahrungswerte und Vollendung lassen.