B-Part Exhibition
Zora Kreuzer
The Sun Is Shining Tonig

B-Part ExhibitionAusstellung ab 10. Juli 2020
Mi. bis Sa., 14 – 18 Uhr
B-Part Am Gleisdreieck
Luckenwalder Straße 6b
10963 Berlin

Künstlerische Leitung Rüdiger Lange (loop - raum für aktuelle kunst
)

Wir freuen uns ab dem kommenden Freitag, den 10. Juli 2020, die Türen von B-Part Exhibition mit Zora Kreuzers Ausstellung „The Sun Is Shining Tonight“ wieder zu öffnen. Wir bitten euch um ein achtsames Miteinander, das sowohl den Mund- und Nasen-Schutz als auch die Abstandsregelung einschließt. So können wir uns langsam, aber sicher und gemeinsam wieder in Richtung eines regulären Ausstellungsbetriebes bewegen.

Mit jedem Schritt durch die Stadt sammeln wir Eindrücke unserer Umgebung, machen uns ein Bild, durchschreiten eine Welt, die sich uns vor allem oder gerade erst durch das Licht eröffnet. Für unseren Wahrnehmungsapparat sind die intensiven Farben des uns umgebenden Lichts visuelle Impulse: Wir nehmen Farben, Kontraste, Perspektive und die Beschaffenheit des Raumes war, unser Sichtfeld wird stetig erweitert. In ihrer künstlerischen Arbeit macht Zora Kreuzer es sich zur Aufgabe Licht aus dem alltäglichen Kontext zu lösen, Wahrnehmung neu zu lenken und nachzuspüren wie Licht unser Bewusstsein beeinflusst und prägt. Durch subtil changierende optische Gegenüberstellungen zeigt sich klar, dass unsere visuelle Wahrnehmung als solche nie statisch ist; die Rezeptoren im menschlichen Auge justieren sich ständig neu.1

Zora Kreuzer bewegt sich konzeptuell in ihren Lichträumen zwischen lebendiger und statischer Atmosphäre und verwandelt Wände, Decken und Böden in vielschichtige Projektionsflächen. Kreuzer erhellt mit ihren Installationen gleichermaßen das Dazwischen; die Leere im Raum wird farblich zum Mittelpunkt. In der direkten Auseinandersetzung mit dem Raum experimentiert sie mit der Intensität, den Nuancen und der Temperatur einzelner Farben und untersucht dabei ihre Wechselwirkungen durch Überlagerung, Mischung und Anordnung. Im Zusammenspiel mit Licht überführt Zora Kreuzer das zweidimensionale Bild unmittelbar in den Raum und verdeutlicht durch sich kontinuierlich neugestaltende Übergänge, dass sich die besondere Raum- und Wahrnehmungserfahrung je nach Bewegung und Verweildauer des Besuchers im Raum verschiebt. Licht und Farben brechen sich in einer Vielzahl von Nuancen und Schattierungen auf verschiedenen Oberflächen und ermöglichen dem Besucher in die durch klare, minimale Formen gesetzte Atmosphäre einzutauchen. Kreuzer arbeitet vor allem mit Neonfarbe, deren Leuchtkraft nicht zuletzt durch das sich stetig verschiebende Farbspektrum eine sich immer wieder neu ausrichtende Dynamik im Raum entstehen lässt.
In ihrer Arbeit erforscht Zora Kreuzer genau die Schnittstellen zwischen Kunst, Architektur und (öffentlichem) Raum.

Indem sie ihre Arbeiten ortspezifisch konzipiert, fließen in den Installationen räumliche, bildhauerische und malerische Perspektiven ineinander: Architektonische Gegebenheiten werden durch Licht und Farbe herausgearbeitet, mit klaren, geometrischen Formen kontrastiert. Dabei nimmt Kreuzer immer wieder Bezug auf den uns täglich umgebenden öffentlichen Raum, sei es in Form der Leuchtreklame oder des Designs und Interieurs aus popkulturellen Welten, wie Clubräumen, Musik, Mode, Film oder Videospiel. Gleichsam geprägt von Bezügen zur Konkreten Kunst und Minimal Art, sind Kreuzers Installationen in ihrer Sprache reduziert und minimalistisch, und geben über ihre immersiven Bildwelten Anstoß, über einen erweiterten Rezeptionsbegriff zu reflektieren.

"[1] Katharina Wendler, Exhibition text for "Zora Kreuzer – Night Call", Dzialdov, Berlin 2018“


Geboren 1986 in Bonn, wuchs Zora Kreuzer in Berlin auf. Von 2006 bis 2012 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs de Strasbourg, der Contemporary Art School Tianjin in China und wurde 2013 Meisterschülerin bei Prof. Leni Hoffmann. 2014 erhielt Zora Kreuzer das Stipendium der Christoph Merian Stiftung in Fremantle, Australien, 2016 war sie Artist In Residence im PICA – Perth Institute of Contemporary Arts, 2017 erhielt sie den Van Look Preis, Freiburg und 2019 erhielt sie ein Stipendium der Elias Canetti Society für Ruse, Bulgarien.

Kunst am Bau / Preise
2020 Lichtkunst-am-Bau, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin
2017 Van Look Preis, FreiburgKunst am Bau, Betrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Strassenreinigung, Erlangen
2013 Preis der Karlsruher Künstlermesse
2010 Freiburger Akademiepreis
Einzelausstellungen
2020 Framework, Pavillon am Milchhof, Berlin
2019Sharing Future, Elias Canetti Haus, Ruse (BG)
2018 Chroma, adhoc Raum, BochumNight Call, Dzialdov, BerlinSuperimpose mit Marcel Frey, V8, KarlsruheBase, Cowboy Tempel, Essen
2017 Van Look Preis, Galerie für Gegenwartskunst, E-Werk FreiburgFaded Neon mit Georg Howlett, High Tide, Fremantle Biennale (AU)Garage, Kunsthaus L6, Freiburg
2016 Dichotomia with Chaong Wen Ting, 107 Gallery Taichung (TW)2015Six, Pförtnerhaus Freiburg
2014 Laser Paradise, Ps Artspace Fremantle (AU)
2010 Colour Batch, Galerie JKD, Berlin



> www.zorakreuzer.com

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